Covid 19 - Corona Epidemie

Bundesamt für Gesundheit BAG

COVID19 Verordnung

Erläuterungen zur Verordnung 2 vom 13. März 2020 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus

Fassung vom 20. März 2020

Stand 21. März 2020

1. Ausgangslage und Zweck der Verordnung / der Massnahmen

Der Bundesrat hat am 28. Februar 2020 Massnahmen in einer besonderen Lage nach Art. 6 Abs. 2 Bst. b Epidemiengesetz (EpG; SR 818.101) angeordnet und landesweit öffentliche oder private Veranstaltungen, an welcher sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhalten, zeitlich befristet verboten (Verordnung vom 28. Februar 2020 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus [COVID19 Verordnung 2]; SR 818.101.24). Die Verordnung wurde am 13. März 2020 durch die vorliegenden Verordnung 2 ersetzt und bereits am 16., 18. sowie am 2018. März 2020 wieder angepasst. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die COVID19Verordnung 2 in der Fassung vom 20. März 2020.

Je näher und länger Personen beieinander sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen. Das heisst konkret: bei weniger als 2 Metern Abstand während mehr als 15 Minuten. Grosse Menschenansammlungen erhöhen das Risiko der Übertragung des Coronavirus auf viele Leute ganz besonders. Eine wirksame Massnahme zur Eindämmung und Abschwächung eines Krankheitsausbruchs ist demzufolge Distanz zu halten (engl. social distancing). Damit können die Häufigkeit von Übertragungen reduziert, Übertragungsketten unterbrochen und lokale Ausbrüche verhindert bzw. eingedämmt werden. Damit dienen sie auch dem Schutz besonders gefährdeter Personen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Italien und weiteren europäischen Ländern und dem antizipierten Verlauf der Epidemie in der Schweiz ist ohne Anpassung der Massnahmen der Verordnung vom 13. März 2020, die die Verbreitung nochmals substanziell reduzieren, in absehbarer Zeit mit einer Überforderung insbesondere der stationären medizinischen Einrichtungen (Spitalbetten, ICU) zu rechnen. Aufgrund der aktuell eingetretenen epidemiologischen Entwicklung haben rigide Massnahmen in der ersten Phase der Epidemie grössere Erfolgschancen, den epidemiologischen Verlauf nachhaltig zu beeinflussen, als Verschärfungen zu einem späteren Zeitpunkt.

Bei der Anordnung von Massnahmen gilt es dem Verhältnismässigkeitsprinzip Rechnung zu tragen. Regulatorisch besteht die Schwierigkeit des Ausgleichs zwischen praktikablen, einfachen und schematischen Lösungen und einer sachgerechten Massnahme im Einzelfall. Die Verordnung des Bundesrates wurde deshalb konkretisiert und es wurden den Kantonen genauere Vorgaben gemacht, ohne deren Spielraum ungebührlich zu verengen.

Ein zentraler Aspekt bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit ist zudem immer auch die zeitliche Komponente einer Anordnung (Befristung der Massnahme).

2.3 Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisationen und Institutionen

(Wir geben hier nur die für unsere Praxis massgeblichen Wortlaut der Verordnung wieder)

Inhalt von Artikel 6, Absatz 3, Bstimmung m:

Ihren Betrieb weiterführen sollen vor allem die Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler, Kliniken und Arztpraxen. Unter Arztpraxen fallen auch Zahn und Tierarztpraxen.

Dies gilt auch für Einrichtungen von Gesundheitsfachpersonen nach eidgenössischem oder kantonalem Recht. Erfasst werden auch Spitex Dienste. (…..)

Als Gesundheitsfachpersonen gelten neben den erwähnten Arztberufen auch die im Medizinalberufegesetz regulierten Chiropraktorinnen und Chiropraktoren und deren Praxen.

Daneben sind als Gesundheitsfachpersonen folgende im Sinne des Gesundheitsberufegesetzes vom 30. September 2016 (SR 811.21; GesBG) geregelte Berufe erfasst: Pflegefachfrau und Pflegefachmann, Physiotherapeutin und Physiotherapeut, Ergotherapeutin und Ergotherapeut, Hebamme und Entbindungspfleger, Ernährungsberaterin und Ernährungsberater, Optometristin und Optometrist sowie Osteopathin und Osteopath. Nach kantonalem Recht gelten etwa (dies ist von Kanton zu Kanton verschieden) zusätzlich als Gesundheitsfachpersonen: Akupunkteurin und Akupunkteur, Augenoptikerin und Augenoptiker, Dentalhygienikerin und Dentalhygieniker, Ergotherapeutin und Ergotherapeut, Psychotherapeutin und Psychotherapeut, Heilpraktikerin und Heilpraktiker, Homöopathin und Homöopath, Podologin und Podologe, Therapeutin und Therapeut der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Um unnötige Kontakte zu vermeiden, dürfen in Gesundheitseinrichtungen solcher Fachpersonen aber nur Behandlungen und Therapien durchgeführt werden, die aus medizinischer Sicht dringend sind (vgl. Art. 10a Abs. 2).

 

Grippale Infekte, Erkältungen

Vereinfachend gesagt handelt es sich um eine Grippe, wenn hauptsächlich Gliederschmerzen, hohes Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl im Vordergrund stehen.

Bei einer Erkältung stehen Schnupfen, Husten, Halsschmerzen im Vordergrund während Fieber und Gliederschmerzen eher latent vorhanden sind.

Im Winter treten häufig Erkrankungen im Zusammenhang mit Kälteexpositionen auf, die Kälteeinwirkung kann schwächend wirken und eine Anfälligkeit für einen Infekt auslösen.

Folgende Mittel können in Betracht gezogen werden:

Aconitum: Nach Aufenthalt in der Kälte entsteht am gleichen Abend plötzlich hohes Fieber, Schnupfen, Kopfschmerzen, ängstlicher Gesichtsausdruck und Ruhelosigkeit.

Belladonna: Wenn das Fieber um 15 Uhr einsetzt und nach Mitternacht wieder sinkt.
Der Kopf heiss und rot ist, die Hände und Füsse sich aber kalt anfühlen.
Kurze Zeit vor dem plötzlichen Einsetzen des Fiebers fühlt man sich nicht so wohl und allenfalls sind leichter Schnupfen und etwas Halsschmerz bereits vorhanden.

Bryonia: Einige Tagen nachdem man sich nicht so wohl gefühlt hat, erwacht man morgens mit starkem Krankheitsgefühl. Es treten dumpfe Kopfschmerzen und Benommenheitsgefühl auf. Das Fieber beginnt nach 15 Uhr und intensiviert sich nach 21 Uhr, es hält bis in den Morgen an. Der Kranke möchte still im Bett liegen und in Ruhe gelassen werden.

In der Behandlung mit homöopathischen Mitteln spielen Erreger nur eine untergeordnete Rolle! Aus diesem Grund ändert sich auch zum heutigen Zeitpunkt nichts an den Empfehlungen von passenden Arzneimitteln.

Wir richten uns immer nach den Symptomen die auftreten, welche uns auch zum passenden Arzneimittel führen. Die Krankheitsverläufe sind, je nach Virus, unterschiedlich, doch gerade  hier ist es möglich bei sorgfältiger Beobachtung und Begleitung das passende, krankheitspezifische Arzneimittel zu finden. Für die leidende Gemeinschaft wäre es von Vorteil, würde an den Spitälern Homöopathie angeboten! Gerade weil derzeit keine wirksamen, spezifischen Arzneien gegen die kursierenden viralen Infekte auf dem Markt sind, könnte Homöopathie eine wichtige Rolle spielen, da sie über einen reichen Fundus an wirksamen Arzneimitteln verfügt, die das Leiden der Erkrankten massgeblich zu lindern vermögen.

Um bei hohem Fieber die Temperatur ein wenig zu senken helfen, nebst den häufigen Einnahmen der jeweiligen akuten homöopathischen Mittel, kalte Wadenwickel. Allerdings sollten die Füsse des Kranken nicht kalt sein, wenn diese angewendet werden. Auf genügende Flüssigkeitszufuhr muss geachtet werden und bei den Mahlzeiten sollte es sich um leichte Kost handeln. In den ersten Krankheitstagen ist dem Kranken beispielsweise Zwieback, leichte Suppe, Apfelmus, Haferbrei und Tee zu reichen.

Diese kurzen Angaben sollten Sie nicht zu Selbstbehandlung verleiten. Bei starken, anhaltenden Krankheitssymptomen sollten Sie sich unbedingt an Ihren Homöopathen, Ihre Homöopathin wenden!

Redaktion Gabriela Moser

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